Blue Yeti Nano Test › Klein, aber oho?

In unserem Blue Yeti Nano Test erfährst du alles über die Technik und Features dieses kleinen USB-Mikrofons. Durch unsere Testaufnahmen kannst du dir auch selbst ein Bild machen, wie es sich in der Praxis schlägt. Wir klären außerdem alle Vor- und Nachteile und für welche Anwendungen es in Frage kommt.

Blue Yeti Nano
8.3/10
Bewertung: 8,3/ 10
Fein auflösendes USB-Mikro in kompaktem Design
ca. 110 - 120 €
(ohne Gewähr)
Soundqualität
8,0 / 10
Rauschverhalten
8,5 / 10
Verarbeitung
7,7 / 10
Usability / Zubehör
7,8 / 10
Preis / Leistung
9,5/ 10

Bautyp:

USB-Mikrofon / Kondensatormikrofon

Richtcharakteristik:

Niere / Kugel

Übertragungsbereich:

15 Hz ~ 22 kHz

Kurz und knapp

Das Blue Yeti Nano ist ein kompaktes USB-Mikrofon ›. Es verfügt über einen integriertem Kopfhörerausgang, den man direkt am Gehäuse regeln kann. Mit etwas mehr als 100 € ist die preiswertere Alternative zum ca. 30 – 50 € teureren Blue Yeti ›.

Der entscheidenste Unterschied zum „großen Yeti“ liegt darin, dass das Nano keinen eingebauten Verstärkungsregler hat. Das heißt, den Mikrofonpegel kannst du nur digital selbst einstellen. Hierfür bietet sich die „Sherpa“-App des Herstellers an. Du kannst den Pegel aber auch einfach über die Soundeinstellungen deines Betriebssystems regeln.

Es hat auch weniger Richtcharakteristiken zur Auswahl, verfügt aber noch immer über eine Nieren- und eine Kugelcharakteristik. Und die Charakteristiken werden nicht etwa digital modelliert, sondern basieren auf zwei separaten Mikrofonkapseln im Inneren. Dieser Tatsache verdankt das es einen erstaunlich fein auflösenden Sound.

Das Yeti Nano ist erhältlich in fünf verschiedenen Farbdesigns (Amazon) »

Das Blue Yeti Nano im Test

Der erste Eindruck

Klein und praktisch

Das Yeti Nano ist mit 14 cm Höhe bei einem Durchmesser von knapp 6 cm vergleichsweise klein. Montiert man es dann auf dem dazugehörigen Stativ aus Metall, ergibt sich eine Gesamthöhe von 21,5 cm. Der kreisrunde Standfuß hat eine Durchmesser von 9 cm.

Auf dem Schreibtisch nimmt das Mikrofon also sehr wenig Platz ein – definitiv ein erster Pluspunkt. So kannst du das Yeti Nano z. B. problemlos direkt zwischen dich und einem Laptop positionieren, ohne dass es die Sicht versperrt. Der Abstand von Membran zum Mund liegt auf diese Weise bei ca. 15 – 25 cm, was für die meisten Anwendungen optimal ist. Möchtest du aber näher ran, musst du dich wohl etwas nach vorne beugen.

In der Halterung des Stativs ist das Mikrofon schwenkbar. So kannst du die Kapsel in die optimale Neigung bringen, um die bestmögliche Aufnahmeposition einzustellen. Wenn dann der gewünschte Neigungswinkel erreicht ist, kannst du seitlich am Stativ zwei Drehknöpfe festziehen, um das Mikro zu arretieren.

Schwerer Standfuß aus Metall

Die Konstruktion aus Mikrofon und Stativ bringt 630 g auf die Waage und steht dadurch sehr sicher. Das bedeutet, einem versehentlichen Stoßen gegen das Mikrofon kann es in der Regel also gut standhalten, ohne gleich umzufallen – in der Alltagspraxis ebenfalls sehr von Vorteil.

Auch ein nettes Feature: Rückseitig hat der Standfuß hat einen Kabelkanal um das USB-Kabel nach hinten durchzufädeln. Das macht einen schön aufgeräumten Eindruck.

Technik & Bauweise

USB-Kondensatormikrofon mit umschaltbarer Richtcharakteristik

Beim Yeti Nano handelt es sich um ein Kondensatormikrofon mit USB-Verbindung. Es ist ausgestattet mit zwei 14-mm-Mikrofonkapseln – eine mit Nierencharakteristik und eine mit Kugelcharakteristik.

Die Richtcharakteristik › der Niere ist das gängigste Muster für Gesang, Sprache oder Instrumentalaufnahmen. Denn hier wird der Klang hauptsächlich aus einer Richtung aufgenommen. Aber Achtung: Auch wenn es bei Positionierung auf dem Schreibtisch einladend scheint – nein, das Yeti Nano ist kein Broadcast-Mikrofon, welches radio-mäßig von oben besprochen wird!

Im Nieren-Pattern ist die ideale Einsprechrichtung seitlich von der Vorderseite. Heißt du sprichst am besten möglichst in Richtung des Korbgitters oberhalb dem Blue-Logo. Und verwendest du es auf dem Standfuß, ist es deshalb wichtig, das Mikro mit der Oberseite schräg nach hinten zu winkeln. Im Idealfall treffen die Schallwellen so in einem 90-Grad-Winkel auf die Membran.

Beim Kugel-Modus hingegen nimmt das Mikro Schall in einem 360-Grad-Winkel rund um die Membran auf. Diese Einstellung ist darum zu empfehlen, wenn du mehrere Sprecher, Sänger oder Musiker gleichzeitig aufzeichnen möchtest. Die einzelnen Akteure können sich dann einfach um das Mikrofon herum anordnen. Im Gegensatz zum direkten Sound der Niere klingt die Kugel um einiges offener. So kannst du sie auch nutzen um z. B. Backing-Vocals, Adlibs oder auch Instrumenten mehr Raumanteil zu geben.

Eine Drucktaste auf der Gehäuserückseite ermöglicht den Wechsel zwischen den beiden Richtcharakteristik-Pattern. Direkt darunter ist links das Nieren- und rechts das Kugel-Symbol plus zwei zugehörige LEDs. Das Pattern, welches gerade ausgewählt ist, leuchtet weiß.

Integriertes Interface ohne DSP

Beim Yeti Nano ist ein Vorverstärker und ein Interface, welches das analoge Signal digitalisiert, direkt im Gehäuse verbaut. Es gewährleistet auf diese Weise eine Übertragung bei 24 Bit / 48 kHz. Die Abtastrate kann aber auch verringert werden (mit der „Sherpa”-App). Signalübertragung sowie auch Stromversorgung erfolgen über die USB-Verbindung.

Das Interface verwendet keine DSP-Technologie. Das heißt, das analoge Mikrofonsignal wird nur verstärkt und umgewandelt, nicht jedoch digital „verbessert“ – wie es viele günstige USB-Mikrofone oft tun. Und eingebaute Effekte wie einen internen Equalizer gibt gibt es folglich natürlich auch nicht. Denn Blue Microphones setzt hier ganz auf die Qualität der zwei verbauten Kapseln. Der Übertragungsbereich ist, wie bei den meisten Kondensatormikrofonen üblich, mit 20 Hz bis 20 kHz angegeben.

Das Fehlen von DSP kann für einige Anwender vielleicht anfänglich eine gewisse Hürde darstellen. Denn beim falschen Verhältnis von Mikrofonposition zum Mikrofonpegel kann das Signal dadurch übersteuern. Aber so funktionieren nunmal nahezu alle professionellen Mikrofontypen. Man sollte sich darum also unbedingt einmal mit der Materie „Mikrofon einpegeln“ befassen.

Das Weglassen von DSP ermöglicht dafür ein klareres Signal und eine qualitativ hochwertigere Aufnahme. Und nachträglich kannst du die Aufnahmen immer noch mit Effekten wie Equalizer, Kompressor etc. bearbeiten. So ziemlich jedes Aufnahmeprogramm bietet hierfür heutzutage wirklich großzügige Möglichkeiten.

Lautstärkeregler für Kopfhörer und Mute-Knopf

Das graue, matt-lackierte Mikrofongehäuse (auch erhältlich in schwarz, blau, rot und gold) ist schlicht gehalten, aber formschön. An der Vorderseite findet man unter dem Mikrofonkorb das Blue-Firmenlogo. Und gleich darunter ist der Lautstärkeregler für den Kopfhöreranschluss. Hier kann man sich dann, auch während der Aufnahme, ganz einfach selbst den richtigen Monitorpegel einstellen. Du kannst hier mit einem 3,5-Klinkenkabel übrigens auch eine Soundanlage anschließen, um Musik zu hören. Der Klang ist so gegnüber den meisten internen Soundkarten wesentlich hochauflösender und lauter. Das ist definitiv ein nettes Zusatzfeature.

Ist das Mikrofon mit einem Rechner oder Tablet verbunden, leuchtet der Regler grün auf. Bei Betätigung fungiert er dann auch als Mute-Knopf (Stummschalten) und leuchtet in diesem Fall dann rot. Äußerst nützlich, da man so das Mikro mit nur einem Knopfdruck deaktivieren kann, wenn man es gerade nicht benötigt. Möchte man sich z. B. die gemachten Aufnahmen über Lautsprecher anhören, verhindert man so eine Rückkopplung.

Anschlüsse und Schraubgewinde an der Unterseite

Unten links ist die 3,5-mm-Kopfhörerbuchse, rechts der Mikro-USB-Anschluss für das mitgelieferte USB-Kabel. Dazwischen findet man eine 1/4-Zoll-Gewindehalterung. Sie gestattet die Befestigung auf gängigen Fotostativen. Der beiliegende 3/4-Zoll-Gewindeadapter erlaubt den Einsatz auf jedem gängigen Mikrofon-Stativ (Amazon) » oder Mikrofon-Gelenkarm (Amazon) »

Letztere sind mit Sicherheit ein nützliches Upgrade. Gerade wenn man nebenbei noch andere Dinge auf dem Tisch tut. Beispielsweise wenn man als Gamer auch noch ordentlich in die Tasten haut. Denn selbst wenn der Standfuß ganz gut entkoppelt, bleibt die Membran recht empfindlich für Erschütterungen. Und diese sind dann – mehr oder weniger laut – als unschönes Rumpeln zu hören.

Kompatibilität

Das Yeti Nano läuft unter Windows 7, 8.1 oder 10, Mac OS 10.10 oder höher. Es benötigt USB 1.1, 2.0 oder 3.0. Laut Hersteller ist es standardmäßig kompatibel mit allen gängigen Aufnahmeprogrammen – mit Ausnahme von ProTools. Das ist aber nicht der Fehler dieses oder eines anderen USB-Mikrofons, sondern ein Manko von ProTools. Ok, wer ProTools nutzt, wird wohl eher selten ein USB-Mikrofon einsetzen. Wer es aber doch vorhat, muss einen kleinen Trick anwenden (Google: „Aggregat USB mic ProTools“).

Für diesen Mikrofon Test › haben wir die Kompatibilität mit folgenden Programmen selbst getestet: Logic ProX, FL Studio, GarageBand und Audacity. In alle Fällen stand das Yeti Nano unmittelbar zur Verfügung und war sofort einsatzfähig.

TECHNISCHE DETAILS IM ÜBERBLICK

  • Energiebedarf/-verbrauch: 5V 150mA
  • Sample Rate: 48kHz
  • Bit Rate: 24bit
  • Kapseltechnologie: 2 Blue-proprietary 14mm Kondensatorkapseln
  • Richtcharakteristiken: Cardioid, Omnidirectional
  • Übertragungsbereich: 20Hz – 20kHz
  • Empfindlichkeit: 4.5mV/Pa (1 kHz)
  • Max SPL: 120dB (THD: 0.5% 1kHz)
  • Maße (mic w/stand):  10.9cm x 9.6cm x 21.1cm
  • Gewicht: 630 g
    Kopfhörer:
  • Impendanz: >16 ohms
  • Power Output (RMS): 130mW
  • THD: 0.009%
  • Übertragungsbereich: 15Hz – 22kHz
  • Signal to Noise: 100dB

LIEFERUMFANG & ZUBEHÖR

Im Lieferumfang des Blue Yeti Nano (Amazon) » ist – neben dem Mikro selbst – noch das Tischstativ, ein USB-Kabel sowie ein 1/4-Zoll auf 3/4-Zoll Schraubadapter enthalten.

Eine durchaus sinnvolle Zusatzinvestion, um eine Überbetonung von harten Konsonanten und S-Lauten vorzubeugen, ist ein passender Mikrofon-Windschutz (Amazon) » oder Pop-Schutz (Amazon) ».

Um das Mikro auch vor Erschütterungen zu schützen empfiehlt sich ein Mikrofon-Gelenkarm (Amazon) » oder auch ein Mikrofon-Stativ (Amazon) ».

Idealerweise hängt man das Mikro hierbei in einer Spinne auf (Orginal-Spinne Radius III (Amazon) » oder Nachbau Knox Gear (Amazon) »).

Der Sound des YETI NANO

Gute abgestimmt, feine Auflösung

Es handelt sich hier definitiv nicht um ein übertrieben basslastiges Mikrofon. Viele Konkurrenten in dieser Preisklasse versuchen ja durch eine starke Betonung in diesem Bereich einen kräftigen, vollen Höreindruck zu vermitteln – oft um so von den Defiziten in den höheren Lagen abzulenken. Der Fokus liegt beim Yeti Nano hingegen vielmehr auf der Deutlichkeit in den oberen Mitten und Höhen. Das soll keinesfalls heißen, dass die Tiefen dabei vernachlässigt werden. Es liefert vielmehr ein gut abgestimmtes Gesamtbild, ist aber eben unerwartet hochauflösend im Mitten- und Präsenzbereich.

Gerade diese Feinheit im Klang zeichnet es definitiv als ein „echtes“ Kondensatormikrofon aus. Das fällt vor allem bei den Gesangs- und Gitarrenaufnahmen auf. Denn während hier bei günstigen USB-Mikrofonen Sprachaufnahmen meist ganz ok klingen, zeigen sich dann in musikalischen Anwendungen oft deutlich die Schwächen. Vom Nano hingegen kann man durchaus behaupten, dass es den meisten Konkurrenten hierbei ein deutliches Stück voraus ist.

Schaltet man um in den Kugel-Modus, wird der Sound natürlich um einiges räumlicher. Klanglich treten die Tiefen und unteren Mitten dabei etwas mehr in den Hintergrund. Es sollte hier auch nicht unerwähnt bleiben, dass es in diesem Modus von den Seiten geringfügig leiser aufnimmt als von Vorder- und Rückseite. In der Praxis kann man dem aber ganz leicht entgegenwirken: Einfach die seitlichen Akteure ein paar Zentimeter näher positionieren.

Testaufnahmen

.wav-Format, 44100 Hz / 16 bit

Mit Testaufnahmen anderer Mikrofone vergleichen:
zur Audio-Gallerie ›

Klares und unerwartet rundes Klangbild

Sprache und Gesangsaufnahmen klingen aus einer Entfernung von 15 cm klar und präzise. Und auch beim Näherkommen bleibt die Tonqualität weiterhin deutlich und präsent. Umso näher man dem Mikrofon jedoch kommt, desto mehr wird der Nahbesprechungseffekt hörbar. Das heißt, die unteren Frequenzen treten so immer mehr hervor, was zu einem bassigeren Klangbild führt. Andersherum, wenn man sich weiter von der Membran weg bewegt, verliert es natürlich immer mehr in diesem Bereich.

Auch bei den Aufnahmen mit der Gitarre kann das Mikro durchaus überzeugen. Beim Vergleich mit einem Studio-Kondensatormikrofon wie z. B. dem Rode NT1-A › kann es natürlich nicht wirklich mithalten. Es braucht sich aber auch sicher nicht zu verstecken!
Zwar ist ein USB-Mikrofon › für halbwegs ernsthafte Musikproduktionen niemals eine ernsthafte Option – aber für unkompliziertes Homerecording ist dieses Modell definitiv ein kleiner Geheimtipp.

Blue Yeti Nano auf Stativ

Für einen ausgewogenen und natürlichen Klang empfehlen wir dir eine Distanz zwischen 10 und 40 cm. Hier gilt: Am besten ein paar Aufnahmen mit verschieden Abständen machen. Idealerweise testet man das Yeti Nano zu Beginn ausgiebig, und weiß dann genau, welcher Abstand – bei welchem Pegel – das beste Ergebnis liefert.

Blue Yeti Nano Gitarre

Keine Latenz

Viele USB-Mikrofone behaupten verzögerungsfrei aufzunehmen. Aber wenn sie dann mit einem Aufnahmeprogramm verbunden sind, weisen sie immer noch eine geringe Latenz auf. Das ist vor allem dann ärgerlich, wenn man sich selbst während der Aufnahme über Kopfhörer hören möchte. Eine zeitlich versetzte Wiedergabe ist hierbei extrem irritierend. Das Yeti Nano hat dieses Defizit aber nicht. Was man über die Kopfhörer hört, entspricht exakt dem Eingangssignal. Sollte das Problem dennoch auftreten, kann es helfen, im Aufnahmeprogramm die Buffer-Größe zu verringern.

Eigenheiten & Schwächen

Kein verbauter Gain-Regler für Mikrofonpegel

Sicher, ein Gain-Regler (um den Lautstärkepegel für das Mikrofonsignal einzustellen), direkt im Gehäuse verbaut, wäre schön gewesen. Den sucht man beim Yeti Nano jedoch vergeblich. Anders als beim Blue Yeti, musst du dies in den Soundeinstellungen des Betriebssystems machen – oder mit einer App namens „Sherpa“.

Die kostenlose Desktop-App: „Sherpa“

Diese Software von Blue Microphones übernimmt die grundlegende Mikrofonsteuerung, wie eben etwa die Anpassung der Signalverstärkung oder das Wechseln der Richtcharakteristik. Der Vorteil ist, dass du das Mikrofon dabei nicht anfassen musst. Und wie schon oben erwähnt, kannst du hier auch die Abtastrate verringern. Das kann z. B. notwendig sein, wenn man mit einem Programm / einer App aufnimmt, die nur 16 bit verarbeiten kann. In diesem Fall leuchten die LEDs auf der Vorderseite dann übrigens gelb auf.

Außerdem kann man mit „Sherpa“ auch Firmware-Aktualisierungen für das Mikrofon herunterladen.

Den richtigen Aufnahmepegel finden

Auch ohne die Einstellung des Verstärkungsniveaus in der „Sherpa“-App sind die Standardeinstellungen brauchbar. Es gibt wohl kein Übersteuern bei den meisten Stimmen. Das heißt, die meisten Nutzer werden in der Lage sein, diesen Pegel zu benutzen und sofort aufzunehmen. Trotzdem ist es ratsam, selbst den optimalen Grad der Verstärkung einzustellen. Auf diese Weise kannst du die Qualität des Endergebnis oft noch um ein gutes Stück optimieren.

Und wie soll man wissen, was der optimale Pegel ist? Nun, am wichtigsten ist natürlich, dass das Signal nicht übersteuert. Das heißt, dass es nicht zu laut ist. Doch auch ein allzu geringer Pegel wirkt sich negativ aus. Denn dann tritt das Grundrauschen des Mikrofons immer mehr in den Vordergrund.

Tipp zur Vorgehensweise: Der durchschnittliche Pegel, der in deinem Aufnahmeprogramm ankommt, sollte irgendwo zwischen -6db und -12dB liegen. Am besten machst du innerhalb dieses Bereichs ein paar Testaufnahmen, mit unterschiedlichen Einstellungen und verschiedenen Abständen. Anschließend kannst du die Aufnahmen miteinander vergleichen – und dann das Setup wählen, welches am besten klingt.

MÖGLICHE ALTERNATIVEN

Die etwas teurere Alternative zum Yeti Nano ist natürlich das Blue Yeti › . Es bietet dafür noch zwei weitere Richtcharakteristiken. Und auch einen integrierten Gain-Regler für den Mikrofonpegel. Wer aber mit der Austtattung des Nano zufrieden ist, dem sei gesagt: Uns gefällt der Sound im Nieren-Modus tatsächlich ein Stück besser als beim großen Yeti …

Noch besser hingegen klingt das Rode NT-USB › . Hier hat man dann allerdings nur eine fixe Nieren-Richtcharakteristik. Ja, und eine Ecke teurer ist es auch.

Für die Sparfüchse seien daraum noch das Samson Meteor Mic › und das Auna MIC-900B › genannt. Beide Mikrofone sind deutlich günstiger, in Sache Preis / Leistung hervorragend, können aber klanglich bei weitem nicht mithalten.

Das sagen andere, die das BLUE YETI NANO getestet haben

„Blue konzentriert sich beim Yeti Nano auf das Essenzielle, nämlich den Klang. Im Gegensatz zu vielen Gaming Herstellern wie Razer und Co. verzichtet Blue auf RGB LEDs oder große Softwarespielereien. Dies resultiert in einem technisch guten Mikrofon, welches mit 120€ preislich fair eingestuft ist.“
gut – 88% von 100%
TECHTEST – 02/2019

„Plus: kompaktes, stabiles USB-Mikrofon; ordentlicher Frequenzumfang; Bedienungsanleitung in Deutsch; ‚Sherpa‘-App für Feintuning und Firmware-Updates. Minus: – “
sehr gut – 73 von 100 Punkten
VIDEOAKTIV – 02/2019

Das sagen Kunden, die das BLUE YETI NANO gekauft haben

„Jeden Cent wert. Ich war zuerst skeptisch und konnte mir nicht vorstellen, dass ein Mikrofon so viel bezwecken kann. Dank diesem Mikrofon konnte ich meinen Podcast auf das nächste Level heben. “
5 Sterne – Am höchsten bewertete positive Rezension
Lars am 18. Februar 2019 auf Amazon.de

„Leider war die Aufnahme nicht geeignet für meinen Podcast. Die Tonqualität wurde mit längerer Aufzeichnung immer schlechter. Es war irgendwann ein durgehendes knacken auf der Tonspur. Ich hab es zurück geschickt. Die Reklamation verlierf einwandfrei.“
1 Stern – Am höchsten bewertete kritische Rezension
Bunton am 6. Januar 2020 auf Amazon.de

FAZIT ZUM YETI NANO TEST

Bewertung: 8,3/ 10
8.3/10

Dieses Mikro liefert ein einwandfreies, klares Signal. Es ist ideal für Streaming, Podcasting oder andere Sprachaufnahmen. Und auch als unkomplizierte Lösung für Gesang oder Instrumente kann es, anders als die meisten USB-Mikrofone, definitiv punkten. Wenngleich die Standard-Verstärkungseinstellung ein guter Ausgangswert ist, sollte man aber selbst den Gain-Pegel einstellen. Der fehlende Regler hierfür kann darum als einziger Schwachpunkt genannt werden.

Und auch wenn aufgrund der „Schrumpfung“ gegenüber dem großen Bruder einige Features fehlen: Die Tonqualität ist in dieser Preisklasse kaum zu übertreffen. Uns gefällt es im direkten Vergleich sogar besser als das große Yeti. Insgesamt ist das Blue Yeti Nano ein rundum durchdachtes Mikrofon, das uns in allen getesteten Anwendungen überzeugt hat.

Blue Microphones Yeti Nano

ca. 110 - 120 €
8.3

Soundqualität

8.0/10

Rauschverhalten

8.5/10

Verarbeitung

7.8/10

Lieferumfang / Usbality

7.8/10

Preis / Leistung

9.5/10

Plus

  • Für ein USB-Mikrofon wirklich exzellenter Klang
  • Klein, praktisch und solide
  • Kopfhörerausgang für verzögerungsfreies Abhören während der Aufnahme
  • Zwei Richtcharakteristiken zur Auswahl
  • Druckknopf zum Stummschalten

Minus

  • Mikrofonpegel muss digital eingestellt werden, leider kein integrierter Regler am Mikro selbst

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